Klimaneutrales Unternehmen mit PRÄG

CO₂-Kompensation über PRÄG Klimafonds

Unser Klimaschutzportfolio

Bei der Klimaneutralstellung von Unternehmen wird der CO2-Ausstoß, der sich nicht vermeiden lässt, mit Klimaschutzzertifikaten aus dem PRÄG-Klimafonds kompensiert. Die darin enthaltenen, zertifizierten Projekte erfüllen alle den Gold-Standard VER, welcher u. a. vom WWF definiert ist. Er stellt ein Höchstmaß an Umweltintegrität für Projekte zur Emissionsminderung sicher und garantiert den Beitrag zur Entwicklung der Nachhaltigkeit. Gleichzeitig achtet Präg darauf, dass alle Projekte möglichst viele UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals (SDG)) erfüllen.

Ziele für nachhaltige Entwicklung. Quelle: bundesregierung.de

Der PRÄG Klimafonds setzt sich derzeit aus folgenden Projekten zusammen

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Projekt 1: Qori Q’oncha - Effiziente Kochöfen von Microsol

Effiziente Kochöfen, Landesweit, Peru
 

Jedes Jahr sterben mehr als 4 Millionen Menschen, die zu den ärmsten der Welt gehören, an den Folgen von Luftverschmutzung durch das Kochen auf ineffizienten, umweltschädlichen und gefährlichen traditionellen Drei-Stein-Feuern. Von den schweren Atemwegs- und Augenerkrankungen sind vor allem Frauen und Kleinkinder betroffen. Deshalb hat Microsol das Projekt Qori Q'oncha entwickelt. Seit über 10 Jahren unterstützt es Familien in armen ländlichen Gebieten Perus. Es war das erste Programme of Activities (PoA), das nach Gold Standard zertifiziert wurde. Bereits 106.056 verbesserte Kochöfen wurden installiert und verbessern das Leben von 493.277 Personen, die in Armut leben. Es umfasst derzeit Projekte von 6 Projektentwicklern in neun Regionen Perus: Piura, Cajamarca, La Libertad, Huánuco, Cusco, Huancavelica, Arequipa, Moquegua und Tacna.

Wie funktioniert Klimaschutz mit effizienten Kochöfen? Rund ein Drittel der Weltbevölkerung ist auf unsichere und umweltschädliche Kochmethoden angewiesen (WHO, 2022). Dazu gehören zum Beispiel das Kochen über offenem Feuer oder die Verwendung umweltschädlicher Brennstoffe wie Kohle oder Kerosin. Verbesserte Kochöfen schaffen hier Abhilfe, indem sie die Wärmeenergie effizienter nutzen. Je nach Modell können sie den Brennstoffverbrauch um bis zu 70 Prozent reduzieren, wodurch hohe Mengen an CO2-Emissionen eingespart werden und auch der Druck auf die lokalen Wälder kann verringert werden, da weniger Feuerholz gesammelt werden muss. Diese Klimaschutzprojekte ermöglichen die Verteilung der Öfen aus Metall oder Ton an Haushalte, kleine Unternehmen oder Gemeinschaftseinrichtungen. Vor allem für Haushalte geht dabei der Mehrwert über die CO2-Reduktion hinaus: Durch die bessere Luftqualität in den Räumen werden Atemwegserkrankungen verringert, und Familien können Zeit und Geld sparen, da weniger Brennmaterial benötigt wird.

Das Projekt trägt auch zu den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bei. Innerhalb dieses Projekts werden fünf Ziele der nachhaltigen Entwicklung angesprochen.

Ziel eins (SDG 1) trägt dazu bei die Armut zu verringern, denn dank der Projektaktivitäten können bedürftige Menschen ebenfalls von effizienten Kochöfen profitieren.  Ziel zwei (SDG 3) trägt dazu bei Gesundheit und Wohlergehen zu verbessern, die neuen Öfen verursachen weniger Rauch und verbessern die Luft in den Wohnräumen, was zu einer deutlichen Verringerung von Krankheiten führt. Ziel drei (SDG 7)  trägt dazu bei, bezahlbare und saubere Energie bereitzustellen. Die teilnehmenden Haushalte erhalten Zugang zu sauberen und energieeffizienten Kochmethoden. Ziel vier (SDG 8)  trägt dazu bei, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum zu förnern, da das Projekt dauerhafte Arbeitsplätze für einheimische Arbeitnehmer:innen schafft. Ziel fünf (SDG 13) trägt dazu bei Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen. Das Projekt besteht aus mehreren Teilprojekten, die alle zur Verteilung effizienter Kochöfen in Peru beitragen und dadurch nachweislich CO2-Emissionen reduzieren.

Projekt 2: Förderung sauberer Windenergie in Chile

Windenergie, Ovalle, Chile


Etwa dreihundert Kilometer nördlich von Santiago de Chile befindet sich die Gemeinde Ovalle in der chilenischen Region Coquimbo. Hier liefern die zwei Windfarmen „El Pacifico“ und „La Cebada“ mit insgesamt 57 Windturbinen und einer installierten Leistung von 109,6 MW Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Seit Juli 2014 sind die Windturbinen in Betrieb und erzeugen durchschnittlich 290 GWh sauberen Strom pro Jahr, der in das zentrale Stromnetz (SIC) eingespeist wird. Dadurch leisten die beiden Windparks einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz: Da diese Strommenge ansonsten mithilfe fossiler Brennstoffe produziert worden wäre, spart das Klimaschutzprojekt etwa 197.420 Tonnen CO2 pro Jahr und trägt durch den Ausbau des erneuerbaren Energiesektors auch zur Energiewende in Chile bei. Neben dem positiven Beitrag zum Klimaschutz fördert es zusätzlich die nachhaltige Entwicklung in der Region, da es langfristige Arbeitspätze in Ovalle schafft.

Wie Windenergie zum Klimaschutz beiträgt
Windkraftanlagen nutzen – wie der Name sagt – die Kraft des Windes, um Energie zu generieren. Dabei wandelt ein Generator im inneren der Windkraftanlage kinetische Energie in elektrische Energie um. Da in vielen Gebieten weltweit Energie immer noch hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird, kann saubere Windenergie einen Teil dieser fossilen, emissionsintensiven Energie ersetzen und nachweislich CO2-Emissionen einsparen. In den meisten Fällen wird der nachhaltig generierte Strom der Windkraftprojekte in ein regionales Stromnetz eingespeist, wodurch die Energieversorgung diverser wird und die Energiesicherheit in Regionen, die oft von Stromknappheit und Stromausfällen betroffen sind, verbessert wird. Häufig schaffen die Projekte verschiedene Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung und die Flächen können zusätzlich für weitere Aktivitäten, wie Landwirtschaft, genutzt werden. Windkraftprojekte leisten einen wichtigen Beitrag zur sauberen Energieversorgung weltweit und tragen zu einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der UN Sustainable Development Goals (SDGs) bei.

Das Projekt trägt auch zu den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bei. Innerhalb dieses Projekts werden drei Ziele der nachhaltigen Entwicklung angesprochen.

Ziel eins (SDG 7) trägt zu Bezahlbarer und Sauberer Energie bei, da das Projekt durchschnittlich 290.544 MWh sauberen Strom pro Jahr in das chilenische Netz liefert. Ziel zwei (SDG 8) unterstützt menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Durch das Projekt wurden lokale Arbeitsplätze für den Bau und den Betrieb des Windparks geschaffen, was zur Förderung von menschenwürdiger Arbeit und Wirtschaftswachstum beiträgt. Ziel drei (SDG 13) ergreift Maßnahmen zum Klimaschutz, da das Projekt dazu beiträgt jährlich etwa 197.420 Tonnen CO2 einzusparen, was einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zum Klimaschutz leistet.

Projekt 3: Das indische Stromnetz verbessern und gleichzeitig das Klima schützen

Windenergie, Gadhsisa, Indien


Im Bundesstaat Gujarat an der Westküste Indiens liefert unser Windkraftprojekt mit 143 Windturbinen und einer Gesamtleistung von 300 MW Strom aus erneuerbaren Energien. Diese emissionsfreie Stromerzeugung verbessert nicht nur das nationale Stromnetz, sondern leistet auch einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz: Durch die Projektaktivitäten werden rund 1.004.977 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart, da diese Strommenge ansonsten mit thermischen oder fossilen Kraftwerken erzeugt worden wäre. Gleichzeitig trägt das Projekt auch zur nachhaltigen Entwicklung der Region bei: Über 30 neue Arbeitsplätze mit überdurchschnittlichem Einkommen wurden geschaffen, verbunden mit Schulungen für alle MitarbeiterInnen. Gleichzeitig fördert es die regionale Bildung indem es Schülerinnen und Schülern ermöglicht örtliche Schulen zu besuchen.

Wie Windenergie zum Klimaschutz beiträgt Windkraftanlagen nutzen – wie der Name sagt – die Kraft des Windes, um Energie zu generieren. Dabei wandelt ein Generator im inneren der Windkraftanlage kinetische Energie in elektrische Energie um. Da in vielen Gebieten weltweit Energie immer noch hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird, kann saubere Windenergie einen Teil dieser fossilen, emissionsintensiven Energie ersetzen und nachweislich CO2-Emissionen einsparen. In den meisten Fällen wird der nachhaltig generierte Strom der Windkraftprojekte in ein regionales Stromnetz eingespeist, wodurch die Energieversorgung diverser wird und die Energiesicherheit in Regionen, die oft von Stromknappheit und Stromausfällen betroffen sind, verbessert wird. Häufig schaffen die Projekte verschiedene Arbeitsplätze für die lokale Bevölkerung und die Flächen können zusätzlich für weitere Aktivitäten, wie Landwirtschaft, genutzt werden. Windkraftprojekte leisten einen wichtigen Beitrag zur sauberen Energieversorgung weltweit und tragen zu einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der UN Sustainable Development Goals (SDGs) bei.

Das Projekt trägt auch zu den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bei. Innerhalb dieses Projekts werden fünf Ziele der nachhaltigen Entwicklung angesprochen.

SDG 4 · Hochwertige Bildung: Das Projekt strebt danach, die Bildung von Kindern durch die Unterstützung von Schulen zu fördern. In der ersten Monitoring-Phase wurden mehr als 300 Schulbänke gespendet, wodurch über 300 Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zur Einschulung gegeben wurde.

SDG 7 · Bezahlbare und Saubere Energie: Das Projekt erzeugt jährlich 1.066.968 MWh Energie aus erneuerbaren Ressourcen.

SDG 8 · Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum: Bisher hat das Projekt 73 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Mitarbeiter erhalten jährliche Schulungen zu verschiedenen Themen, was zur Förderung von menschenwürdiger Arbeit beiträgt.

SDG 13 · Maßnahmen zum Klimaschutz: Das Projekt produziert Strom aus erneuerbaren Energien anstelle von fossilen Brennstoffen und spart dadurch jährlich etwa 1,004,970 Tonnen CO2-Emissionen ein.

SDG 15 · Leben an Land: Die Anzahl der bedrohten oder gefährdeten Arten im Projektgebiet wird überwacht und erfasst, um zum Schutz der Biodiversität beizutragen.

Projekt 4: Mit sauberem Trinkwasser das Klima schützen

Sauberes Trinkwasser, Kono, Sierra Leone


Der Großteil der Bevölkerung in Sierra Leone lebt in kleinen Gemeinden auf dem Land. Hier stellt die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ein großes Problem dar. Oft ist die nächste Wasserstelle weit entfernt und vor allem Frauen und Mädchen müssen weite Strecken auf sich nehmen, da sie häufig für die Wasserversorgung zuständig sind. Zudem muss das Wasser erst abgekocht werden, bevor er bedenkenlos verwendet werden kann. Dies geschieht meistens auf offenen Feuerstellen wodurch gesundheitsschädlicher Rauch entsteht und Treibhausgasemissionen freigesetzt werden. Unser Klimaschutzprojekt unterstützt die Gemeinden in der Region Kono daher bei der Wiederinbetriebnahme von 57 Brunnen. In Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung werden beschädigte Bohrlöcher repariert und regelmäßig gewartet, was die regionale Trinkwasserversorgung absichert. Durch die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser wird das Abkochen des Wassers überflüssig und so werden CO2-Emissionen eingespart.

Wie funktioniert Klimaschutz mit Trinkwasser?
Zwei Milliarden Menschen auf der Welt haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Viele Familien haben keine andere Möglichkeit, als Wasser mit einfachsten Mitteln auf offenem Feuer abzukochen. Dadurch entstehen CO2-Emissionen, und je nach Region werden immer größere Flächen entwaldet. Indem Wasser chemisch (zum Beispiel mit Chlor) oder mechanisch (mit Wasserfiltern) aufbereitet wird, oder Grundwasser aus Brunnen zugänglich gemacht wird, lassen sich diese CO2-Emissionen einsparen.

Das Projekt trägt auch zu den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bei. Innerhalb dieses Projekts werden 4 Ziele der nachhaltigen Entwicklung angesprochen.

SDG 3 · Gesundheit und Wohlergehen: Die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser reduziert Krankheiten wie Cholera. Durch den Wegfall der Notwendigkeit, Wasser abzukochen, wird zusätzlich die gesundheitsschädliche Luftverschmutzung verringert.

SDG 5 · Geschlechtergleichheit: Da der Aufwand für die Beschaffung von Wasser und Brennholz abnimmt, haben Frauen mehr Zeit zur Verfügung, die sie in Bildung investieren oder zur Einkommensgenerierung nutzen können.

SDG 6 · Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen: Das Projekt ermöglicht mehr als 3.000 Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser.

SDG 13 · Maßnahmen zum Klimaschutz: Das Projekt besteht aus mehreren Teilprojekten, die alle dazu beitragen, dass Wasser nicht mehr abgekocht werden muss, und dadurch nachweislich CO2-Emissionen reduzieren.

Projekt 5: Unterstützung indigener Völker beim Schutz ihrer Wälder

Waldschutz, Mataven, Kolumbien


Als größtes REDD+ Projekt in Kolumbien schützt diese Initiative 1.150.200 Hektar tropischen Regenwald und bewahrt dessen Biodiversität. Es bietet Bildung, Gesundheitsversorgung, sanitäre Einrichtungen, Ernährungssicherheit und weitere soziale Leistungen für 16.000 Indigene. Das Projekt arbeitet Hand in Hand mit den Gemeinden, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern. Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz für eine nachhaltige Veränderung hin zu nachhaltigen Wirtschaftsmethoden und Naturschutz. Das Projekt trägt zum Schutz der indigenen Territorien bei indem es eine selbstbestimmte Verwaltung durch die Gemeinden, ein besseres Monitoring der Gebiete sowie stärkere Kommunikations- und Transportsysteme fördert. Außerdem hilft es, die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln für sechs verschiedene ethnische Gruppen zu verbessern.

Wie funktioniert Klimaschutz mit Waldschutz?
Wälder zählen zu den wichtigsten CO2-Speichern des Planeten, beherbergen eine enorme Artenvielfalt und sind Lebensgrundlage für alle Menschen. Die globalen Waldflächen sind jedoch in den letzten Jahrzehnten aufgrund von zunehmender Besiedelung, landwirtschaftlicher Nutzung, illegaler Abholzung und Rohstoffabbau stark zurückgegangen. Waldschutzprojekte stellen sicher, dass Wälder langfristig erhalten bleiben und dass der Schutz des Waldes einen höheren Wert erfährt als seine Abholzung. Projektbeteiligte schützen gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung das Gebiet vor negativen Einflüssen. Dazu schaffen die Projekte alternative Einkommensquellen und Bildungsangebote. Je nach Projektregion speichern Wälder unterschiedlich viel CO2 pro Hektar. Besonders viel Kohlenstoff ist in der Vegetation und dem Boden von tropischen Sumpfwäldern, Primärregenwäldern oder Mangroven gespeichert.

Innerhalb dieses Projekts werden drei Ziele der nachhaltigen Entwicklung angesprochen.

SDG 2 · Kein Hunger: Im Rahmen des Projekts wurde ein Programm zur landwirtschaftlichen Nahrungsmittelproduktion geschaffen, das 3.600 Familien ermöglicht, für ihre eigene Nahrungsmittelsicherheit und angemessene Ernährung zu sorgen. Zusätzlich unterstützt das Projekt etwa 800 ältere Menschen in der Gemeinde mit Lebensmitteln und Bedarfsartikeln.

SDG 4 · Hochwertige Bildung: Ein Schulungs- und Ausbildungsprogramm für die Verwaltung und Bewirtschaftung der lokalen natürlichen Ressourcen wurde entwickelt. In den Jahren 2018 und 2019 erhielten mehr als 120 junge Menschen vor Ort finanzielle Unterstützung für ihre Ausbildung. Darüber hinaus hat das Projekt 13 Schulen Stiftungsgelder zur Verfügung gestellt, um die Bildung von Kindern zu fördern.

SDG 15 · Leben an Land: Das Projekt trägt zur Erhaltung der reichen Artenvielfalt des Gebiets bei, darunter 249 Vogelarten, 198 Schmetterlingsarten, 33 Mistkäferarten und 121 Pflanzenarten. Viele dieser Arten sind selten oder endemisch.

Häufig gestellte Fragen

Die gewählten Projekte sind mehr als reine Klimaschutzprojekte. Zum Beispiel das Projekt „Saubere Kochöfen“ in Abuja/Nigeria. Bei diesem Projekt werden die von Dreivierteln der Bevölkerung genutzten Kochstellen über dem offenen Feuer durch eigenproduzierte, effiziente Kochöfen ersetzt. Dies sorgt für weniger CO2-Emissionen und darüber hinaus für Beschäftigung und Einkommen beim Bauen und Verteilen der Kochöfen. Auch die Gesundheit der Menschen verbessert sich, da die Kochöfen weniger Rauch beim Kochen entwickeln. Die Haushalte sparen durch die Kochöfen außerdem große Mengen an Feuerholz im Vergleich zu offenen Feuern als Kochstellen. Damit sparen nicht nur die betroffenen Familien Geld, dass sie anderweitig einsetzen können. Es werden durch den reduzierten Brennholz- und Holzkohleverbrauch auch die lokalen Wälder Nigerias geschützt. Sind Sie ein sozial engagiertes Unternehmen, empfehlen wir daher neben dem Klimaschutz auch die weiteren UN-Ziele zu verfolgen.

Mit dieser Logik, sowohl den Klimaschutz als auch soziale oder gesundheitliche Belange zu berücksichtigen, leisten die Projekte einen wesentlichen Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals): Keine Armut, Geschlechtergleichheit, Gesundheit und Wohlergehen, weniger Ungleichheiten, hochwertige Bildung, bezahlbare und saubere Energie, Industrie Innovation und Infrastruktur, sauberes Wasser und Sanitäranlagen, nachhaltige/r Konsum und Produktion, Maßnahmen zum Klimaschutz, Leben an Land, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum.

Klimaschutzprojekte sparen CO2 ein. Dies geschieht zum Beispiel durch Aufforstungsprogramme, den Ausbau erneuerbarer Energien oder Initiativen zur Steigerung der Energieeffizienz. Unabhängige Organisationen kontrollieren die genaue Höhe der CO2-Einsparungen. Die Einsparungen werden in Form von zertifizierten Emissionsminderungen verkauft. Mit diesen wird wiederum das Projekt finanziert. Projekte, die auch ohne diese finanzielle Unterstützung realisiert werden könnten, werden nicht als Klimaschutzprojekt anerkannt. Die zertifizierten Projekte zeichnen sich auch dadurch aus, dass das Projekt einsehbar, transparent und nachvollziehbar ist. Wir orientieren uns hier an dem Qualitätsstandard Goldstandard VER.

Um als Klimaschutzprojekt zu gelten, muss jedes Projekt vier grundlegende Anforderungen erfüllen. Die Zusätzlichkeit stellt sicher, dass ein Projekt nur realisierbar ist, indem es Finanzierungen durch den Emissionshandel erhält. Der Ausschluss von Doppelzählungen besagt, dass die Zertifikate eines Projekts nur einmal verkauft werden dürfen. Um dies zu erreichen, erhält jedes Zertifikat eine eindeutige ID. Die Dauerhaftigkeit meint, dass die CO2-Einsparungen durch das Projekt dauerhaft erfolgen müssen. Regelmäßige unabhängige Prüfungen stellen sicher, dass in bestimmten Abständen eine Prüfung erfolgt (z.B. TÜV, DNV), bei der die eingesparte CO2-Menge rückwirkend festgestellt wird. Am Beispiel des o.g. Kochofenprojektes wird z.B. auch geprüft, ob die Haushalte die Kochherde tatsächlich benutzen und ob die Öfen instandgesetzt werden.

Die Zertifizierung eines Projektes als Klimaschutzprojekt, setzt zwingend voraus, dass die vier beschriebenen Kriterien für Klimaschutzprojekte (Zusätzlichkeit, keine Doppelzählung, dauerhafte Einsparung, unabhängige Prüfung) erfüllt werden. Bei Projekten in der EU stellen insbesondere die Kriterien der Zusätzlichkeit und der Doppelzählung eine hohe Hürde für Projekte dar: Das Kriterium der Zusätzlichkeit ist bei vielen Projekten in der EU deshalb nicht gegeben, weil bereits diverse Förderprogramme für den Ausbau erneuerbarer Energien oder die Steigerung von Energieeffizienz existieren. Sie sorgen dafür, dass diese Projekte auch ohne Zertifikate wirtschaftlich attraktiv sind. Das Kriterium „keine Doppelzählung“ kann innerhalb der EU praktisch nicht erfüllt werden, da sich Einsparungen innerhalb der EU in der Regel direkt positiv auf die nationale Treibhausgasbilanz eines Landes auswirken und zum Erreichen der Klimaziele des jeweiligen Landes und der EU beitragen – damit also bereits gezählt sind.
 

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